
Knapp vier Wochen ist Pianotainment® für Hapag Lloyd in der Südsee. An Bord der MS Hanseatic***** sind wir zuständig für das Entertainment-Programm. Hier unser Ozeanien-Log-Buch:
20. April, Nouméa/Neukaledonien
Endlich sind wir an Bord. Nach 53 Stunden Anreise von Haustür zu Haustür. Ein wohl ewiger Rekord in unserem Pianistenleben. Nach über zwei Tagen nur Flugzeugessen und sporadischem Schlaf freuen wir uns auf unser 5-Sterne-Expeditions-Kreuzfahrtschiff, die MS Hanseatic der Hamburger Reederei Hapag Lloyd. Jeder von uns bekommt eine eigene Außenkabine mit Flachbildschirm. Das herrlich weiche Doppelbett und das leckere Buffett lassen die Strapazen der Anreise schnell vergehen. Noch vor dem Ablegen vom Hafen in Nouméa machen alle Passagiere die international vorgeschriebene Seerettungsübung, zu der man sich mit Schwimmweste an Deck trifft. Danach laufen wir aus, direkt hinein in einen herrlichen Sonnenuntergang.
23. April, Luganville/Vanuatu
Drei Tage lang waren wir unterwegs im Inselstaat Vanuatu, bestehend aus über 80 Eilanden, die man vor ihrer Unabhängigkeit Neue Hebriden nannte. Der Häuptling der Insel Loh empfängt uns mit einem kleinen Zeremoniell seines Stammes. Die Dorfbewohner freuen sich immer über Besuche von Kreuzfahrern. Der letzte ist nun auch schon wieder gut vier Jahre her. Die Inselwelt Vanuatus ist paradiesisch. Den Höhepunkt bildet ein Glas Champagner für alle Gäste am legendären Champagne Beach, dem vielleicht schönsten Strand der Südsee.
29. April, Honiara/Salomonen
Die Salomon Inseln sind eine relativ junge Inselrepublik im Westpazifik. Neben der quirligen Hauptstadt Honiara, mit gerade einmal 45.000 Einwohnern, besuchen wir mit Zodiacs noch viele kleine Eilande. Von der Bevölkerung werden wir immer freundlich empfangen, schließlich ist die MS Hanseatic immer Top-Thema auf den Titelseiten der örtlichen Medien. Wir baden und schnorcheln ausgiebig vor Kennedy Island. 1943 strandete der spätere US-Präsident John F. Kennedy mit seiner Mannschaft hier, nachdem sein Torpedoboot von einem japanischen Zerstörer versenkt worden war. Die lediglich 75m auf 25m große Insel ist unbewohnt. Ein Barbecue am Strand von Onua mit Live-Musik und Eisessen im Meer beendet unsere Stippvisite in der paradiesischen Inselwelt der Salomonen.
04. Mai, Madang/Papua-Neuguinea
Auf Fahrrädern erkunden wir individuell die Stadt. Wunderschön, aber nicht ungefährlich – vor allem wegen dem ungewohnten Linksverkehr. Auf den Inseln Tuam, Siassi und Kopar wohnen wir wieder den Begrüßungszeremonien bei. Der jeweilige Stammeshäuptling hält eine Rede. Es folgen rituelle Tänze und Gesang der farbenprächtigen Folkloregruppen. An die Schulen übergeben wir Spenden aus Deutschland, vor allem Lehrmaterial.
Papua-Neuguinea birgt noch echte Abenteuer: Mit unseren wendigen Zodiacs befahren wir im Konvoi einen unberührten Seitenarm des Urwaldflusses Sepik. Mangroven und andere Sumpfgewächse säumen die Ufer, die wir aufmerksam nach hier heimischen Krokodilen absuchen. Immer wieder mal bleibt ein Zodiac stecken, aber mit vereinten Kräften schaffen wir es alle wieder gesund und munter an Bord unseres Mutterschiffs.
12. Mai, Denpasar/Indonesien
In Bali geht eine wunderbare Kreuzfahrt schließlich zu Ende. In verschiedenen Ecken Indonesiens waren wir zuvor noch mit unseren Zodiacs angelandet, so z.B. auf den Inseln Gam, Arguni und Komodo. Die tropische Landschaft verspricht Exotik pur. Wir schnorcheln durch die tollsten Korallenriffe, sehen fliegende Fische, Delfine und sogar einen Wal. Im Komodo-Nationalpark begegnen wir den nur dort ansässigen Waranen. Die beeindruckenden Echsen werden bis zu drei Meter lang.
Fazit:
Wir hatten ein wirklich tolle Zeit an Bord, haben viel erlebt und noch mehr gesehen. Da auch unsere Piano-Shows von den Passagieren begeistert aufgenommen werden, versprechen uns Kapitän und Kreuzfahrt-Direktorin ein baldiges Wiedersehen. Wir sind schon gespannt, in welchen Teil der Welt es uns dann verschlagen wird...