Montag, 19. Juli 2010

ARKTIS-KREUZFAHRT


Ein atemberaubendes Naturerlebnis empfängt uns in den Weiten von Grönland. Eisberge schimmern im arktischen Licht, und Wale ziehen direkt vor unseren Augen ihre Kreise. Unser Bericht vom Abenteuer Arktis.

Dem Ruf der Reederei Hapag Lloyd als Gast-Entertainer mit in die Arktis zu fahren sind wir nur zu gerne gefolgt. Unser Schiff, die MS Europa, ist als einziger Luxusliner der Welt zum zehnten Mal in Folge mit dem Prädikat „fünf Sterne plus“ ausgezeichnet worden. Das macht sie zum besten und luxuriösesten Kreuzfahrtschiff der Erde.
Ebenso reizvoll wie das Fortbewegungsmittel ist natürlich auch das tolle Fahrtgebiet! Die Arktis ist faszinierend. Grönland als größte Insel der Welt birgt viele Schönheiten, denen man sich prima vom Wasser aus nähern kann.
Der Kapitän lobt sogar eine Flasche Champagner für die Sichtung des ersten Eisbergs aus. Und auf einmal taucht er auf, in der früh um halb sieben lugt er aus den Nebelbänken hervor, gut 15 Meter hoch. Wenn man bedenkt, dass über der Wasserlinie lediglich 1/7 des tatsächlichen Volumens sichtbar ist, ein ganz schöner Brocken. Und es sollten noch viele weitere folgen…
Natürlich durfte auch die obligatorische Polartaufe nicht fehlen. Bei Überfahren des Polarkreises bekamen wir von „Neptun persönlich“ unsere neuen Namen „Albatros“ und „Atlantischer Laternenfisch“ im Rahmen eines feucht-fröhlichen Festes an Bord. Verpflichtend war allerdings der „Genuss“ von rohen Fisch, Korn und Meeresglibber. Eine feucht-fröhliche Party mit Original-Gletschereis im Whiskey. Praktisch, dass hier die Sonne erst weit nach Mitternacht untergeht und nach kurzer Zeit auch schon wieder zu sehen ist.
Das Tageslicht braucht man natürlich auch, um die zahlreichen Orcas, Buckel-, Finn- und Schweinswale zu beobachten. Bei Zodiac-Ausflügen erkunden wir gut eingepackt aus nächster Nähe die faszinierendsten Ausgestaltungen von Eisbergen: Gezackt, rundlich, mit Riss, Loch oder Tunnel. Höhepunkt war die Beobachtung eines kalbenden Gletschers. Die Klimaerwärmung schlägt sich dort nur allzu deutlich nieder, was uns allerdings auch fast immer bestes Wetter bei einem Jahrhundertsommer in Grönland beschert. Alles in allem wohl eine der beeindruckendsten Reisen, die wir je gemacht haben.